General-Leutnant Baraguey d'Hilliers, kommandierender General der kaiserlich-französischen und königlich-italienischen Truppen in Tirol, 1809

General-Leutnant Baraguey d'Hilliers, kommandierender General der kaiserlich-französischen und königlich-italienischen Truppen in Tirol, 1809
Punktradierung, französischer Druck

Baraguay d'Hilliers, Louis Comte

(*Paris 1764, †Berlin 1812)

Im Alter von 20 Jahren wurde Baraguay d'Hilliers Leutnant, 1793 kämpfte er als Brigadegeneral in der Pfalz und vor Mainz. Anschließend nahm er an den Italienfeldzügen teil und stieß dabei 1796 und 1797 auch nach Tirol bzw. ins Hochstift Trient vor. Nach dem Frieden von Schönbrunn im Oktober 1809 wurde er beauftragt, die Neuorganisation des noch nicht befriedeten Landes durchzuführen. Baraguay, der eine deutsche Frau geheiratet hatte, erwies sich den Tirolern gegenüber als fairer Gegner: So verzichtete er Mitte Dezember 1809 auf ein Vorrücken der französischen Truppen in den Vinschgau, nachdem der Schlanderser Priester Josef Danay eine Ergebenheitserklärung abgegeben hatte. Der Frau und dem Sohn Andreas Hofers schenkte Baraguay nach deren Festnahme Ende Jänner 1810 bald die Freiheit, den Sandwirt besuchte er persönlich im Gefängnishaus in Bozen. 1810 wurde Baraguay von Napoleon nach Katalonien gesandt, anschließend im Russlandfeldzug eingesetzt. Er starb 1812 als Gouverneur in Berlin.

Projektpartner

  • Stadtmuseum Meran

METADATEN

Metadaten des Eintrags:

Datum:
12.2008
Autor:
Nicolini, Stefan

Bibliographie

Bibliographische Angaben zu diesem Thema:

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