Die Baronin Sternbach, Pfeife rauchend, auf dem Deportationswagen, als sie bei ihrer Ankunft in München angespuckt wird

Die Baronin Sternbach, Pfeife rauchend, auf dem Deportationswagen, als sie bei ihrer Ankunft in München angespuckt wird
Aquarell

Sternbach, Maria Theresia Freiin von

(*Bruneck 1775, †Innsbruck? 1829)

Therese wuchs als Tochter des Josef Obholzer und der Maria, geb. Waitz, in Bruneck auf. Die früh verwitwete Mutter ließ dem außergewöhnlich begabten Mädchen eine sorgfältige Erziehung zukommen. Ihr eifrigster Bewunderer war der Baron von Sternbach. Schwierigkeiten erwuchsen den Liebenden nicht nur von Seiten des sehr adelsbewussten Vaters des jungen Mannes, auch die Mutter des Mädchens versprach sich wegen des großen Standesunterschiedes für ihre Tochter keine glückliche Ehe. Die innige Verbundenheit des Brautpaares sowie Theresens hervorragende Charaktereigenschaften trugen letzten Endes doch den Sieg davon: am 17. Juni 1799 vermählte sie sich zu Uttenheim mit dem Reichsfreiherrn Franz Andreas aus der Mühlauer Linie der Familie Sternbach. Nach dem Tod ihres Gatten übernahm sie 1808 die Verwaltung des Familienbesitzes Schloss Mühlau (Ansitz Rizol) bei Innsbruck. Während des Tiroler Aufstandes von 1809 stellte sie den gesamten Viehbestand zur Verfügung und setzte einen Teil ihres Vermögens für den Kauf von Waffen für die Aufständischen ein. Nachdem das Waffenlager der Freiin von Sternbach verraten worden war, wurde sie Anfang August 1809 festgenommen, zunächst nach München und anschließend nach Straßburg gebracht. Aufgrund der Amnestie nach dem Wiener Frieden kam Therese von Sternbach Mitte Februar 1810 nach Innsbruck zurück. 1820 erhielt sie von Kaiser Franz I. die Große Goldene Ehrenmedaille "für Verdienste um das Vaterland und das Kaiserhaus".

Projektpartner

  • Provinz Bozen

METADATEN

Metadaten des Eintrags:

Datum:
12.2008
Autor:
Nicolini, Stefan

Bibliographie

Bibliographische Angaben zu diesem Thema:

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