Johann Philipp Karl Joseph Stadion, Graf von Warthausen

Johann Philipp Karl Joseph Stadion, Graf von Warthausen
Zeichnung

Stadion, Johann Philipp Graf

(*Mainz 1763, †Baden 1824)

Johann Philipp Karl Graf von Stadion trat nach dem Studium der Geschichte und Staatskunst ab 1787 in den diplomatischen Dienst, war k. k. Gesandter in Stockholm, London, Berlin und St. Petersburg und übernahm schließlich nach dem Pressburger Frieden (26. Dezember 1805) die Leitung der österreichischen Außenpolitik. Graf Stadion setzte auf eine Wiederbelebung der ständischen Verfassung, auf innere Reformen (z. B. Schaffung der Landwehr 1808), Förderung von Volkserziehung und Erweckung von Patriotismus. Er war ein deklarierter Gegner eines Krieges gegen Napoleon. Mit dem Frieden von Schönbrunn (14. Oktober 1809) musste Stadion Metternich weichen, der sich mit Erfolg um eine Neuorientierung der österreichischen Politik in Anlehnung an Napoleon bemühte. Nach kurzer Abwesenheit kehrte er 1812 als österreichischer Gesandter wieder in die Politik zurück. 1814 übernahm er die Hofkammer und das Finanzministerium. Stadion versuchte durch eine Reihe von Maßnahmen die Staatskasse zu sanieren, indem er das Papiergeld aus dem Verkehr zog und es in verzinsliche Staatspapiere anlegte. Zu dem Zweck wurde bereits 1811 die Österreichische Nationalbank gegründet. Stadion starb 61-jährig in Baden bei Wien.

Projektpartner

  • Tiroler Landesmuseen

METADATEN

Metadaten des Eintrags:

Datum:
12.2008
Autor:
Nicolini, Stefan

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